Die internationale Filmindustrie-Fachmesse Eurocine feierte 2026 ihre 5. Ausgabe, erstmals in Budapest im Hungexpo Kongress- und Messezentrum. Die Veranstaltung deckt sämtliche Bereiche der Filmproduktion ab, von der Produktion bis zur Postproduktion, ergänzt durch Workshops, Meisterklassen und Filmvorführungen — und stärkt damit Budapests Position unter Europas führenden Filmindustrie-Standorten. Für die Veranstaltung entwarf und baute TorTer einen Stand, der eine der zentralen Eigenschaften der Filmbranche selbst widerspiegelt: den ständigen Wandel und die Anpassungsfähigkeit.
Das Standkonzept wurde von einer grundlegenden Eigenschaft der Filmproduktion inspiriert: dem ständigen Wandel und der Anpassungsfähigkeit. Ziel war es, einen Raum zu schaffen, der nicht als statische Installation funktioniert, sondern selbst in der Lage ist, sich zu verändern, zu reagieren und neue Konfigurationen anzunehmen — so wie auch eine Filmproduktion stets in Bewegung ist.
Die Seitenwände des Standes bestanden aus auf Rollen beweglichen Elementen, wodurch sich der Raum an unterschiedliche Situationen und Anforderungen anpassen ließ. Die variable Anordnung ist nicht nur eine funktionale Lösung, sondern auch eine räumliche Übersetzung der Dynamik filmischer Arbeitsabläufe, ebenso wie die gesamte Erscheinung des Standes.
Die Bodengestaltung war bewusst zurückhaltend: Statt die gesamte Fläche zu bedecken, markierten nur einige grüne quadratische Aufkleber den Rhythmus des Raumes. Dieser minimale Eingriff unterstreicht die Freiheit der beweglichen Wandstrukturen.
Nachhaltigkeit war ein zentraler Aspekt des Projekts. Die rollenden Wandstrukturen wurden aus wiederverwendeten Holzlatten gefertigt, die im Stand ein neues Leben erhielten. Das modulare Rahmensystem wurde so konzipiert, dass es auch nach der Veranstaltung weiterverwendet werden kann — für andere Stände, Installationen oder Bühnenbilder —, wodurch die entstehende Abfallmenge deutlich reduziert wird.
Umweltbewusstsein ist ein wichtiger Teil unseres Gestaltungsansatzes: Wir schaffen Räume, die nicht nur visuell und funktional überzeugen, sondern auch in ihrem Materialeinsatz und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg verantwortungsvolles Design widerspiegeln.
Die Nachhaltigkeit zeigte sich nicht nur auf Ebene der Konstruktionselemente, sondern auch bei der gesamten Möblierung: Für den Stand wurden keine neuen Möbel gefertigt, sondern ausschließlich aus dem bestehenden Möbelvermietungskatalog von TorTer ausgewählt. In den für Gespräche und Kaffeepausen gestalteten Ecken fanden ein weißes Sofa, ein rautenförmiger weißer Barhocker und eine runde Holztheke ihren Platz. Dieser Ansatz reduzierte den Material- und Ressourcenverbrauch des Projekts weiter, während der Stand optisch hochwertig und im Einklang mit der Markenidentität blieb.
Das Projekt zeigt damit sowohl die Fähigkeiten von TorTer im Bereich Messeumsetzung als auch in der 3D-Visualisierung und macht deutlich, dass nachhaltiges Design und hochwertige Präsentation einander nicht ausschließen. Die vollständige Referenz ist auf der Seite Referenzen einsehbar.




